Wer heute einen Betrieb sucht, tippt zunehmend nicht mehr drei Stichworte in Google, sondern stellt eine ganze Frage: „Wer kann mir im Raum Fürth eine Wärmepumpe im Altbau einbauen?" Die Antwort kommt dann aus einem Sprachmodell — und dort tauchen viele Betriebe schlicht nicht auf.
Das liegt selten am Betrieb und fast immer an der Website. Vier Gründe, die mir regelmäßig begegnen.
1. Die wichtigen Aussagen stehen im Bild
Auf sehr vielen Handwerker-Seiten sind Leistungsübersichten, Preisbeispiele und sogar Öffnungszeiten Teil einer Grafik. Für einen Menschen sieht das gut aus. Ein Sprachmodell liest davon nichts.
Die Regel ist einfach: Was gefunden werden soll, muss als Text auf der Seite stehen. Eine Grafik darf denselben Inhalt zusätzlich zeigen, aber niemals allein tragen.
2. Es steht nirgends, wo Sie arbeiten
„Wir sind für Sie in der Region im Einsatz" ist keine Ortsangabe. Ein Modell, das eine Frage nach Fürth beantworten soll, braucht Ortsnamen — die Städte, die Landkreise, die Gemeinden.
Das ist kein Trick, sondern schlicht die Information, die der Fragende sucht. Wer sein Einsatzgebiet ausschreibt, wird gefunden; wer von „der Region" spricht, nicht.
3. Die Seite beantwortet keine Fragen
Sprachmodelle zitieren Seiten, die eine konkrete Frage konkret beantworten. Firmenporträts werden praktisch nie zitiert, weil in ihnen keine Antwort steht.
Was funktioniert, sind Seiten wie:
- Was kostet eine Wärmepumpe im Altbau ungefähr?
- Wie lange dauert ein Bad-Umbau, und wann ist die Küche wieder nutzbar?
- Was muss ich als Vermieter beim Heizungstausch beachten?
Drei bis fünf solcher Seiten wirken mehr als dreißig Seiten Selbstbeschreibung.
4. Es fehlt die maschinenlesbare Zusammenfassung
Zwei Dinge helfen den Systemen, Ihre Angaben korrekt zu übernehmen, statt sie zu raten:
- Schema.org-Auszeichnung im Quelltext: Betriebsart, Einsatzgebiet, Telefon, Leistungen. Das lesen Google und die Modelle direkt aus.
- Eine llms.txt im Wurzelverzeichnis: eine kurze, klare Beschreibung des Betriebs in Textform, ausdrücklich für Sprachmodelle gedacht.
Beides kostet einmalig etwa eine Stunde und ist danach fertig. Diese Seite hier macht es vor — Sie können die llms.txt direkt aufrufen und ansehen.
Was man ehrlicherweise dazusagen muss
Einen Platz in einer KI-Antwort kann niemand garantieren, ich auch nicht. Die Systeme ändern sich schnell, und wer Ihnen eine Platzierung verspricht, verkauft Ihnen etwas, das er nicht halten kann.
Was sich machen lässt, ist die Seite so zu bauen, dass sie überhaupt in Frage kommt. Das tun die wenigsten — und genau darin liegt der Vorsprung.